Wird ein Kredit variabel verzinst, kann sich der Zinssatz im Zeitverlauf ändern. Die Anpassung kann dabei entweder nach billigem Ermessen durch die darlehensgebende Bank erfolgen oder sich an einem Referenzzinsatz orientieren. Letztere Variante kommt insbesondere bei Immobilienfinanzierungen zur Anwendung. Als Zinsreferenz dient dann häufig ein EURIBOR-Zinssatz, aus dem sich der Kreditzins nach einer festgelegten Formel ableitet. Die Ableitung kann dann etwa lauten: „EURIBOR plus 200 Basispunkte“.
Der Zinssatz ist zu Beginn niedriger als bei Darlehen mit Zinsfestschreibung, weil der dafür übliche Aufschlag entfällt. Darüber hinaus besteht besonders bei Krediten, die während einer Hochzinsphase aufgenommen wurden, die Chance auf sinkende Zinsen. Im Gegenzug tragen Kreditnehmer das Risiko steigender Kapitalmarktzinsen und damit höherer Finanzierungskosten.