Der Eigenkapitalanteil bezeichnet bei Immobilienfinanzierungen den Anteil der Investitionskosten, der vom Kreditnehmer selbst aufgebracht und nicht über einen Kredit finanziert wird. Der Eigenkapitalanteil bezieht sich ausdrücklich nicht auf die Erwerbsnebenkosten, diese müssen zusätzlich aus eigenen Mitteln gedeckt werden.
Die Höhe des Eigenkapitalanteils ist für die Finanzierungskosten von großer Bedeutung. Je mehr Eigenmittel zur Verfügung stehen, desto geringer fällt aus Sicht der Bank das Risiko aus. Deshalb sind Finanzierungen mit viel Eigenkapital sehr viel günstiger als solche mit großem Fremdkapitalanteil. Banken erheben für gewöhnlich ab einem Beleihungsauslauf von 60 Prozent Zuschläge auf den Zinssatz. Je geringer der Eigenkapitalanteil ausfällt, desto höher werden diese Zuschläge. Der minimale Eigenkapitalanteil wird von den meisten Banken auf 10 bis 20 Prozent der Investitionskosten festgesetzt.