Die stetige Verzinsung ist ein mathematisches Konzept, das in der Praxis kaum Anwendung findet. Es wird davon ausgegangen, dass der Zinssatz eines Guthabenkontos diesem Konto in unendlich kleinen Zeitabständen gutgeschrieben wird. Dadurch ergibt sich der theoretisch größtmögliche Zinseszinseffekt.
In der Praxis kommen Sparer mit einer stetigen Verzinsung nicht in Kontakt, weil es technisch nicht mit einem angemessenen Kosten-Nutzen-Aufwand möglich ist, die theoretisch unendliche Anzahl der Buchungen durchzuführen. Auf einigen Margin-Konten wird jedoch ein verwandtes Modell angewandt: Die Guthaben werden im Sekundentakt verzinst und die Zinsen einmal täglich dem Konto gutgeschrieben.