Mit einer Kreditkarte für Studenten lassen sich die Vorteile von Plastikgeld zu geringen Kosten in Anspruch nehmen. Viele Banken gehen gezielt auf studentische Kunden zu und versuchen, die Gut- und Besserverdiener der Zukunft für sich zu gewinnen. Kreditkarten für Studenten werden ausschließlich von den beiden Kartengesellschaften Visa und Mastercard bzw. den angeschlossenen Banken ausgestellt. Mit Visa lässt sich an weltweit 20 Millionen Akzeptanzstellen bargeldlos zahlen und Mastercard ist rund um den Globus 28 Millionen Mal willkommen.
Kreditkarten sind heute weit mehr als bloß ein Zahlungsmittel aus Hart-Plastik. Sie bieten vielfältige Zusatzleistungen, die auch für Studenten von Vorteil sein können. Zwar lohnen sich für Studierende wegen des meist geringen Einkaufsumsatzes die Rabatt- und Bonusprogramme nur in bescheidenem Umfang. Nützlich sind aber Versicherungsleistungen und optionale Ratenzahlungen.
Viele Banken bieten Visa und Mastercard auch für Studenten mit integrierter Ratenzahlungsfunktion an. Der offene Saldo muss dann nicht zwingend in einer Summe zurückbezahlt werden. Je nach Finanzlage reicht es, wenn ein gewisser Prozentsatz der Rechnung –meistens fünf Prozent des offenen Saldos -bezahlt wird. Wird die Kreditfunktion der Karte in Anspruch genommen, fallen dafür Zinsen an.
Die Möglichkeit der Ratenzahlung ist gerade für Studenten eine oft willkommene Lösung, weil finanzielle Engpässe bequem überbrückt werden können. So kann etwa am Ende des Semesters, wenn Prüfungen anstehen und neben dem Studium nicht gearbeitet werden kann, der Kreditrahmen genutzt und mit dem Gehalt des Ferienjobs wieder zurückgeführt werden. Auch ein Sommerurlaub lässt sich mit der Kreditfunktion bequem finanzieren. Die meisten Banken stellen Studenten einen anfänglichen Kreditrahmen von 1.000 bis 2.000 Euro zur Verfügung.
Versicherungen sind eine weitere nützliche Zusatzleistung bei vielen Studenten-Kreditkarten. Oft sind die Policen speziell auf die Bedürfnisse studierender Kunden zugeschnitten: So sind im Leistungsumfang einer Reiseversicherung häufig Fahrten über die Mitfahrzentrale enthalten. Reiseunfallversicherungen sind für Studenten häufig sehr nützlich, weil keine eigenständige private Unfallversicherung existiert.
Die meisten Kreditkarten für Studenten günstiger Banken sehen keine Jahresgebühr vor. Zumindest im ersten Jahr nach der Ausstelllung wird fast nie eine Gebühr fällig. Danach kosten Visa und Mastercard selten mehr als 20 Euro im Jahr. Zusätzliche Gebühren werden allerdings meist fällig, wenn mit der Kreditkarte Bargeld abgehoben oder im außereuropäischen Ausland bezahlt wird. Die Barverfügungsgebühren betragen im Schnitt drei bis fünf Prozent der abgehobenen Summe, beim Auslandseinsatz werden meist ein bis zwei Prozent des Einkaufswertes fällig.
Eine Alternative zu speziellen Angeboten für Studenten sind günstige Girokonten, bei denen eine Kreditkarte im Leistungsumfang enthalten ist. Sinn macht diese Konstellation aber nur, wenn das Girokonto entweder tatsächlich als Gehaltskonto genutzt wird oder aber die Kreditkarte als Charge-Card geführt wird und das Konto keinen Gehaltseingang erfordert.
Studenten, die ins Ausland reisen möchten und dort dringend auf ihre Kreditkarte angewiesen sind, sollten den Erwerb eines Kartendoppels in Erwägung ziehen. Ein Kartendoppel besteht aus je einer Visa- und einer Mastercard, die beide über ein Kartenkonto abgerechnet werden. Der Vorteil gegenüber einer einzelnen Karte: Geht eine der beiden Karten verloren, steht die andere noch zur Verfügung.