Auszahlungskurs
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Auszahlungskurs

Der Begriff Auszahlungskurs wird immer wieder laut, wenn es um Kredite geht. Aber was genau versteht man unter einem solchen? Der Kurs der Auszahlung betitelt die Höhe des Betrages, der bei einem Darlehen durch die Bank an den Kreditnehmer ausgezahlt wird. Denn anders als viele Menschen meinen, wird keinesfalls immer und stetig der volle Beitrag ausgezahlt. In den meisten Fällen beläuft sich der Auszahlungskurs auf 100 Prozent. In seltenen Fällen kann dieser aber auch etwas niedriger angesetzt sein.

Aber warum ist das so? Wo genau lässt sich der Auszahlungskurs einsehen und was sollte man sonst noch wissen, wenn es um einen Kredit und den dazugehörigen Kurs der Auszahlung geht?

In den meisten Fällen, wenn ein Darlehen von einer privaten Person aufgenommen wird, handelt es sich beim Kurs der Auszahlung um 100 Prozent. Das bedeutet, dass die gewünschte oder veranschlagte Kreditsumme auch tatsächlich voll und ganz ausgezahlt wird. Ist das nicht der Fall, spricht man im Fachjargon von einem Damnum oder von einem Disagio. Oftmals treten diese Fälle dann auf, wenn der erwünschte Kredit nicht dazu dient, etwas direkt und für die reine Selbstnutzung anzuschaffen. Bestes Beispiel hierfür ist ein Kredit, der dazu abgeschlossen wird, um etwa eine Immobilie zu erstehen, die nicht selbst genutzt, sondern vermietet werden soll. Der Hintergrund ist unter anderem vor allem der, dass hierbei steuerliche Vorteile geltend gemacht werden können. Denn durch einen niedrigen Kurs zur Auszahlung kann der Kreditnehmer im Jahr der Aufnahme des Kredits steuerlich sparen.

Der Kurs der Auszahlung wirkt sich allerdings auf den effektiven Jahreszins des Kredits aus. Das macht sich beispielsweise dahingehend bemerkbar, dass der nominale und auch der effektive Jahreszins bei einem Kurs von unter 100 Prozent stark voneinander abweichen. Trifft das zu, muss der Kreditnehmer auch dann, wenn nur Teile des tatsächlichen Kredites ausgezahlt werden, Zinsen auf die volle Kreditsumme zahlen. Der vorliegende Zinssatz steigt also sehr stark an. In diesem Fall könnte man aber durchaus Vorteile haben. Denn: Hier wirken die Kreditgeber meistens dadurch entgegen, dass der Zinssatz bei einer starken Schwankung zwischen dem nominalen und effektiven Zinssatz ausgereicht wird. Sofern der Kurs der Auszahlung nicht bereits bei 100 Prozent liegt.

In besonders spezifischen Fällen, beispielsweise bei sozialen oder öffentlichen Hintergründen, dient das Damnum auch dazu, das Vorhaben hinter dem Kredit durch eine möglichst gut gestellte Auszahlungssumme sicherzustellen - und das ohne starke Abweichungen zwischen dem nominalen und dem effektiven Jahreszins zu erzielen. Das trifft sehr oft bei bestimmten Krediten aus Programmen aus öffentlicher Hand zu.