anfänglicher effektiver Jahreszins
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Anfänglicher effektiver Jahreszins

Der jährliche Effektivzinssatz ist den meisten Menschen mehr oder weniger bekannt. Unter diesem versteht man die jährlichen Kreditkosten, die nominal anhand der Kredit-Summe entstehen. Meistens wird der effektive Zinssatz, wie er bevorzugt betitelt wird, in Prozentzahlen angegeben. Allerdings fangen hier oft bereits die ersten Unklarheiten an. Denn der effektive Jahreszins ist nicht immer gleichbleibend. Vielmehr gibt es verschiedene Arten. Bestes Beispiel hierfür ist ein anfänglicher effektiver Jahreszins.

Aber was genau versteht man unter einem solchen und inwiefern unterscheidet sich ein anfänglicher effektiver Jahreszins von einem gewöhnlichen effektiven Jahreszins?

Ein anfänglicher effektiver Jahreszins unterscheidet sich vor allem dahingehend vom gewöhnlichen effektiven Jahreszins, dass er nur in der Anfangszeit geltend gemacht wird. Das ist zum Beispiel bevorzugt dann der Fall, wenn das Kreditgeberinstitut für die ersten Monate oder auch Jahre einen sehr niedrigen Zinssatz anbietet, der später und im Laufe der Kreditlaufzeit ansteigt. Ähnlich sieht es aber auch aus, wenn der Zinssatz im Laufe der Jahre, in denen der Kredit zurückgezahlt wird, ebenso ansteigt. Diese Zeit nennt sich oft auch Tilgungszeit und es ist eigentlich gang und gäbe, dass der effektive Jahreszins im Laufe der Tilgungszeit stetig ansteigt. Da es hier keine direkten gesetzlichen Regelungen gibt, können sich die verschiedenen Stadien des effektiven Jahreszinses im Einzelfall sehr stark voneinander unterscheiden. Man sollte sich als Kreditinteressierter also sehr genau informieren - bestenfalls bevor man einen Kredit abgeschlossen hat.

Der effektive Jahreszins wird übrigens durch den Auszahlungskurs, den Nominalzinssatz und auch durch die Tilgungs- und die eventuelle Zinsfestschreibungsdauer bestimmt. Grundlegend lässt sich dabei sagen, dass der effektive Jahreszinssatz nominal mit der Höhe oder der Dauer der verschiedenen Faktoren ansteigt. Er kann aber auch sinken, wenn man sich für weniger kostengünstige Optionen entscheidet. Bei diesen könnte es sich um eine festgesetzte Laufzeitdauer oder auch um den Verzicht auf Absicherungen handeln.

Der effektive Jahreszins gehört eindeutig zu einem der wichtigsten Faktoren bei der Suche nach einem Kredit, die beachtet werden sollten. Deshalb werben die meisten Kreditgeber genau mit diesem. In diesem Fall kann der anfängliche effektive Jahreszinssatz aber auch zur "Kreditfalle" werden. Beispielsweise, indem die ersten drei Monate von einem sehr günstigen Zinssatz begleitet werden und der Zinssatz im Anschluss stark ansteigt. Das bedeutet, dass man eindeutig nicht nur auf den anfänglichen effektiven Zinssatz schauen sollte. Zudem sollte beachtet werden, dass viele weitere Unkosten entstehen können. Unkosten, die aber nicht so genau ausgeschildert und angegeben werden wie der effektive Jahreszins. Bei diesen Kosten handelt es sich unter anderem um eventuelle Schätzungsgebühren, eventuelle Pflichtversicherungen und auch um Bereitstellungszinsen.